Aktuelles

Vor den Ferien haben wir unseren stellvertretenden Schulleiter Werner Schiller nach 16 Jahren an der Schule in den Ruhestand verabschieden müssen.

Nun wurde die Nachfolge offiziell bestätigt: Regina Schlotmann-Ebert wird die Aufgabe der stellvertretenden Schulleitung in den nächsten Jahren übernehmen.

Studiert hat sie in Bonn Ökotrophologie und Germanistik. Seit 2014 ist Frau Schlotmann-Ebert an unserer Schule und bringt Ihre Erfahrungen aus anderen Schulen, wie dem Berufskolleg in Olsberg, fruchtbar in die schulische Arbeit ein. Zunächst leitete sie den gastgewerblichen Bereich unserer Schule und wird nun die ihre Aktivitäten auf alle Bereiche der Schule ausdehnen können.

Wir freuen uns auf die gemeinsame Arbeit!

Das Kollegium des Alice-Salomon-Berufskolleg

 

 

 

30 Schüler machen den Anfang
Markus Rensinghoff (WAZ, 29.09.2017)
 
Dieses Bild bot sich an. Britta Bebenroth alleine in einer leeren Klasse am Alice-Salomon-Berufskolleg. Die Stühle stehen auf dem Tisch, Bebenroth blickt freundlich in die Kamera. Im November des vergangenen Jahres war das. Lehrerin Bebenroth war da schon Leiterin des neuen Bildungsgangs „Berufliches Gymnasium für Gesundheit“ am Berufskolleg. Ihr und dem Bildungsgang aber fehlte noch das wichtigste: die Menschen, die ihn belegen wollen. Nun gibt es sie. Seit Beginn des Schuljahres steht Bebenroth regelmäßig in einer Klasse mit 30 Schülerinnen und Schülern, den Pionieren des Bildungsganges.
So ganz angekommen ist dieses Gefühl bei den sieben jungen Männern und 23 jungen Frauen, alle zwischen 16 und 20 Jahren alt, noch nicht. Das ist verständlich. Zwar haben sie jetzt mit Gesundheit und Biologie besondere Schwerpunktfächer, beziehungsweise Leistungskurse. Aber sie gehen ja einfach nur weiter zur Schule und die hat gerade erst wieder angefangen. Einige waren bereits am Salomon-Berufskolleg, machen dort jetzt mit einem speziellen Schwerpunkt weiter. Mit dem wollen Bebenroth und ihre Mitstreiter sie „auf eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts vorbereiten: die Gesundheit der Menschen zu erhalten, beziehungsweise optimal mit den möglichen Ressourcen zu verbessern“. Andere sind von der Realschule dazu gekommen, so wie Shania Stemmermann (16). Sie kommt von der Anne-Frank-Realschule, möchte später mal Psychologin werden. Wieder andere waren auf dem Gymnasium, so wie Filip Vranjkovic (17). Er kommt vom Schiller-Gymnasium, möchte später Medizin studieren und sagt: „Die Fächer sind etwas für mich.“


Dreiwöchiges Praktikum
Er ist überhaupt ein gutes Beispiel dafür, welche Schüler das Berufskolleg mit diesem Bildungsgang erreichen möchte. „Wer Medizin studieren möchte“, hatte Johannes Kohtz-Cavlak, der Leiter des Alice-Salomon-Berufskollegs bereits vor Einführung des Bildungsganges im November gesagt, „der sollte diesen Bildungsgang bei uns belegen. Er gibt zum Beispiel Einblicke in Medizin-Ethik, Pflegewissenschaft, Medizingeschichte, Komplementärmedizin und Sportgerontologie. Und ein dreiwöchiges Praktikum gehört auch dazu.“
Das können die Schüler im Krankenhaus, bei Hebammen oder Firmen für Medizintechnik machen, dort können sie Erfahrungen sammeln. Gleiches gilt für die mehrtägige Studienfahrt. Sie wird die Klasse nach Berlin führen. Bebenroth: „Auch da wird es um Gesundheit gehen. Wir werden zum Beispiel die Charité, die Universitätsmedizin Berlin, besuchen.“ Parallel dazu laufen die Planungen für das nächste Schuljahr und damit voraussichtlich auch den Ausbau des Bildungsganges. Interessenten gibt es genug. „100 waren es jetzt“, sagt Bebenroth. „Es wird wieder einen Schnuppertag bei uns geben. Da stellt sich der Bildungsgang den Schulen vor. Innerhalb von vier Stunden können die Schüler die Fächer kennenlernen.“